VEREINSCHRONIK

Gunners 1958Am Anfang der Vereinsgründung stand ein Kastanienbaum vor der Hauptschule in Oberwart, an dem der erste Basketballkorb montiert war.

Stammvater des Vereines ist der heutige Ehrenpräsident Ing. Johann Hadek, auf dessen Initiative 1957 das erste Freundschaftsspiel ausgetragen wurde.

Zwischen 1960 und 1970 erlebte der UBC eine erste Blütezeit, als mit dem sogenannten "Wunderteam" dreimal en suite (1963, 1964 und 1965) der burgenländische Meistertitel errungen werden konnte.

In der Saison 1991/92 schaffte der Verein den Aufstieg in Österreichs zweithöchste Spielklasse, B-Liga, wo der UBC Oberwart in den kommenden 3 Jahren sehr erfolgreich vertreten war.

Um dem Ziel A-Liga näher zu kommen, wurden in der Saison 1993/94 die Amerikaner Paris Bryant und Roy Howard verpflichtet. Mit der Verpflichtung von Coach Richard Lien aus Amerika sollte dem Aufstieg nichts mehr im Wege stehen. Dieses Ziel wurde jedoch zunächst ganz knapp versäumt.

fotoIn der Saison 1994/95 konnte der Österreichische B-Ligameister mit 14 Siegen aus 14 Spielen in der Play Off gestellt werden. Als bis damals größten Erfolg der Vereinsgeschichte kann der Sieg im Österreichischen Basketball-Cup 1994/95 (als B-Liga-Verein!) betrachtet werden. Die damals in der Sporthalle Oberwart ausgetragene Finalveranstaltung war sowohl in sportlicher, als auch in organisatorischer Hinsicht ein richtiges Basketballfest und eine überaus gelungene Veranstaltung, bei der insgesamt ca. 3000 Besucher gezählt werden konnten.

Der UBC STAHLBAU OBERWART war zwischen Oktober 1993 und März 1995 in der B-Liga 43 Meisterschaftsspiele hintereinander ungeschlagen. Im Frühjahr 1995 waren die Gunners für den Aufstieg in die Bundesliga A qualifiziert.

Die GUNNERS waren auch bei ihrer ersten Teilnahme am Europacup der Cupsieger im September 1995 nicht erfolglos. Das Auswärtsspiel ging zwar mit 68:88 verloren, im Heimspiel jedoch konnten wir die Klassemannschaft von INTER SLOVNAFT BRATISLAVA (Slowakei) mit 78:70 besiegen. Zum Aufstieg
sollte es leider noch nicht reichen...

In ihrem ersten A-Liga-Jahr 95/96 konnten die GUNNERS überzeugen: Im Oberen Play Off wurde der 4. Platz erreicht. Im Semifinale trafen die GUNNERS auf den Meister St. Pölten. Das Entscheidungsspiel ging leider ganz knapp an St. Pölten. Trotzdem wurde das Saisonziel des ersten Jahres in der ALiga, das Erreichen der Play Off der besten 6 Teams, noch bei weitem
übertroffen.

In der Spielsaison 96/97 wurde im Cupbewerb wieder der Einzug ins "Cup Final Four" geschafft, im Semifinale gegen St. Pölten gab es jedoch eine 60:70 - Niederlage. Die Gunners wurden im zweiten Jahr in der A-LigaÖsterreichischer Vizemeister. Die Finalserie wurde zu einem wahren "Basketballkrimi". Ca. 10.000 Zuseher bei der Finalserie und spannende Spiele - das gab es noch nie in der langen Geschichte des Österreichischen Basketballsports.

Im Europacup "KORAC" schreiben die Gunners im Herbst 1997 österreichische Basketballgeschichte: Durch den Sieg über Atletico de Queluz (Portugal) wurde erstmals die Qualifikation für die Hauptrunde des Europacups geschafft.
Für die Spielsaison 97/98 hatten die Gunners ein großes Ziel vor Augen: der Österreichische Meistertitel. Der Grunddurchgang der Herbstmeisterschaft wurde mit 16 Siegen aus 18 Spielen klar gewonnen. Als Oberwart dann aber völlig unerwartet im Cupsemifinale ausschied, folgte plötzlich ein kleiner Einbruch.
Die Finalspiele waren ein Spektakel, wie es Oberwart noch nicht erlebt hatte: Mit einer Lichtshow und 2200 (!) Zuschauern wurde die Mannschaft begrüßt. St. Pölten feierte dennoch ganz knapp den Sieg der Meisterschaft.

Die FIBA gab in der Spielsaison 98/99 dem UBC Stahlbau Oberwart die Chance im zweithöchsten Europacupbewerb, dem "Saporta Cup" anzutreten. Von den zehn Gruppenspielen konnten vier Siege errungen werden, was letztendlich für den grandiosen - ersten Aufstieg einer österreichischen Basketballmannschaft in das 1/16-Finale des Europacup "SAPORTA" reichen sollte. Die Gunners schrieben österreichische Sportgeschichte.
Die Gunners feierten in dieser Saison ihren zweiten Cupsieg!

Für die Spielsaison 1999/2000 wurde der Kanadier Gordie Herbert als Head Coach verpflichtet. Das erklärte Ziel war das Erreichen der Meister Play Off. Dieses Ziel wurde mit dem ersten Platz im Grunddurchgang souverän erreicht.

fotoMit John Dieckelman folgte Herbert 2000/2001 ein Trainer, der genau zur Vereinsphilosophie passte. Sensationell schlug sich das UBC Stahlbau Oberwart Team im Korac-Cup. In der 1. Runde wurden die weit höher eingeschätzten "Riesen" aus Novy Jicin (TCH) ausgeschaltet, danach scheiterten die Gunners erst in der 2. Runde gegen das polnische Spitzenteam Trefl Sopot.
Der Grunddurchgang der Meisterschaft konnte zwar mit dem 4. Platz beendet werden, doch ein unerwartetes Aus im Viertelfinale beendete die Saison.

Die Saison 2001/02 stand im Zeichen der zeitweiligen Rückkehr von Paris Bryant, der von September bis Jänner maßgeblich am Erreichen des Oberen Play Off beteiligt war. Trotz des klaren Ausscheidens im Viertelfinale (0:3 gegen den späteren Meister Kapfenberg) konnten die Saisonziele mit der Qualifikation fürs Cup Final Four und dem Viertelfinale der Meisterschaft erreicht werden.

fotoDer Nachfolger von Dieckelmann, der Deutsche Pit Stahl begann in der Saison 2002/03 mit der Integration von jungen Eigenbauspielern in die Bundesligamannschaft. Leider konnten sich die Gunners zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte nicht für das Obere Play Off qualifizieren, konnten aber wenigstens den Klassenerhalt souverän schaffen.

In der Saison 2003/04 waren die Gunners die Überraschungsmannschaft des Jahres. Das verjüngte Team erreichte sensationell das Cup-Finale und das Semifinale der Bundesliga, wo man sich jeweils knapp Gmunden geschlagen geben musste. Beim in Oberwart ausgetragenen Cup-Final Four bewiesen sich die Gunners auch als Organisator von Basketballevents.
David Jandl wurde zum wertvollsten österreichischen Spieler gewählt, Pit Stahl zum Trainer des Jahres und Hannes Artner war der Shooting-Star der Saison.

foto2004-05 können die Macabido Gunners Oberwart – entgegen vieler Expertenmeinungen – nahtlos an die Erfolge der Vorsaison anschließen. Eines der jüngsten Teams der ÖBL holen, obwohl Kapitän Jason Johnson nach einem unverschuldeten Autounfall verletzt ausfiel, überraschend den Cup-Sieg. Nach einem starken Grunddurchgang und einer souveränen Hauptrunde kann Kapfenberg in den Semi-finals 3:2 niedergerrungen werden. Lediglich die unerwartet klare 0:3 Niederlage gegen Gmunden in der Finalserie trübt die bisher erfolgreichste Saison in der Gunners-Geschichte. David Jandl wird wieder zum „österreichischen Spieler des Jahres“ gewählt und US-Legionär Jason Detrick zum „Spieler des Jahres“ (MVP).

Die Saison 2005-06 beginnt nach einem Umbau der Mannschaft katastrophal. Probleme mit den US-Legionären und die Trennung vom neuen Coach Gad Kedar (ISR) aus privaten Gründen führen zu einer Niederlagen-Serie zu Meisterschaftsbeginn sowie dem Cup-Ausscheiden. Mit Coach Markus Zilch (GER) und einem Neustart gelingt ein sehenswertes Comeback, denn schon 6 Wochen später befinden sich die Gunners wieder in den Top 4 der Liga. Durch Verletzungsprobleme in der Hauptrunde wird aber die Semi-Finalqualifikation hauchdünn verpasst. Mit nur einem Sieg weniger beenden die Macabido Gunners die Meisterschaft auf dem 5. Platz. Hannes Ochsenhofer und Christoph Nagler werden erstmals in den Kader des österreichischen Herren-Nationalteams einberufen.

Einer der erfolgreichsten Saisonen in der Vereinsgeschichte wird das Spieljahr 2006-07. Dabei sah es zunächst ganz und gar nicht danach aus. Bedingt durch eine Vielzahl von verletzungs- und krankheitsbedingten Ausfällen kommen die Gunners überhaupt nicht in die Gänge: Während die Hauptrunde noch souverän als 5. erreicht werden kann, folgt die Qualifikation für das Play-off erst in der letzten Runde und dank kräftiger Hilfe von Meister Gmunden. Auch im Cup-Final-Four in Oberwart können die hohen Erwartungen nicht erfüllt werden und man geht im Semi-Finale gegen Fürstenfeld sang- und klanglos unter. In den Play-offs laufen die Gunners aber zur Höchstform auf, erst jetzt machen sich ein Spielerwechsel (Williams für Trofholz) und der Coachwechsel (Perica für Zilch) bezahlt. Kapfenberg kann ebenso 3-2 besiegt werden wie der Erzrivale Fürstenfeld, der immerhin schon 2-1 in der Serie in Führung lag. Erst im Finale ist gegen den regierenden Meister Gmunden Endstation. Die 5-Spiele Serien im Viertel- und Semifinale fordern ihren Tribut und so geht die Finalserie 0-3 verloren.

fotoDie Gunners begannen die Saison 2007-08 zwar mit einem Schock, denn nach einer guten Vorbereitung verloren sie zum Saisonauftakt überraschend gegen Güssing. Was danach folgte gehörte aber zum feinsten der Gunners-Geschichte. Sowohl Grunddurchgang als auch Hauptrunde wurden auf Platz eins abgeschlossen. Neuzugang Jae Youngblood fegte durch die Liga, begleitet von Jason Johnson, Hannes Artner und Hannes Ochsenhofer, die jeweils ihre beste Saison ihren Karrieren für die Gunners bestritten. Selbst eine schwere Verletzung von Hannes Artner konnte den Gunners-Express nicht stoppen. Die Finalserie gegen Erzrivalen Fürstenfeld setzte dann im österreichischen Basketballsport neue Maßstäbe. Die Fans stürmten derart die Sporthallen, dass in Oberwart erstmals in der Vereinsgeschichte das "ausverkauft"-Schild ans Eingangsportal gehängt werden musste. Am Ende blieb für die Gunners nach einem an Spannung kaum mehr zu überbietendem 5. Finalspiel wieder "nur" ein Vizemeistertitel übrig, aber mit Sicherheit wurden neue Fans für diesen großartigen Sport gewonnen.

2008/09: 50 Jahre Gunners - Das Jahr der Hoffnungen

50 Jahre nahmen die Oberwart Gunners nun schon durchgehend an Meisterschaftsbewerben in Österreich teil. Die Saison 2008/2009 war damit eine Jubiläumssaison.

Es war zuletzt nur ein Punkt, der die Gunners vom ersten Meistertitel getrennt hatte. Nach dieser dennoch erfolgreichen Saison lag es nahe dass alles versucht wurde, neuerlich einen Anlauf zu unternehmen. Es gelang nicht nur Erfolgscoach Ante Perica (2x Vizemeister in 2 Saisonen) und MVP Jasmon Youngblood weiter zu verpflichten, sondern fast das gesamte weitere Team zusammenzuhalten. Lediglich Adam Boone verließ die Gunners Richtung Fürstenfeld und für Crawford gab es keinen weiteren Bedarf.

Trotz des riesigen Interesses an den Gunners, die viele Fachleute zum engsten Kreis der Meisterschaftsanwärter zählten, war es nach dem Vertragsende von Macabido nicht gelungen einen neuen starken Hauptsponsor zu finden.

Für die Guard-Position wurde der US-Boy Marcus Stout engagiert.

Unmittelbar vor Saisonbeginn wurden die Gunners von einer Verletzungsserie heimgesucht. Johnson, Stegnjaic und Gaspar fielen aus. Da auf den "großen Positionen" akuter Handlungsbedarf herrschte, wurde mit dem Amerikaner Byron Joynes ein Center verpflichtet.

Die erste Begegnung führt die Gunners zum Supercupsieger nach Gmunden. In einem intensiven Spiel präsentieren sich die Gunners sehr stark und bringen die Oberösterreicher an den Rand einer Niederlage. Ein 93:82-Sieg gegen Fürstenfeld heilt ob der knappen Meisterschaftsniederlage kurzfristig viele Wunden im Lager der Gunners.

Mit weiteren vier Siegen in Serie liegen die Gunners im Tabellen-Spitzenfeld.

Im Cup-Bewerb läuft es bis dahin nicht so gut, denn eine Auswärtsniederlage gegen Klosterneuburg bedeutet das Ende der Erwartungen vom Cup-Final Four.

Erst Anfang Jänner müssen die Gunners die erste Heimniederlage gegen Gmunden einstecken.

Einen Sensationssieg können die Gunners beim Rückspiel in Fürstenfeld landen, wo sie den regierenden Meister und späteren Cupsieger dieser Saison ein zweites Mal in Folge besiegen. Dazu kommt, dass die Gunners nun alleine an der Tabellenspitze liegen.

Dieser Sieg der Gunners löst durch harsche Kritik der Fürstenfelder Vereinsführung eine in der österreichischen Basketballlandschaft noch nie dagewesene Schiedsrichterdiskussion aus, die in weiterer Folge nicht nur zum Rückzug einiger renommierter Referees führt, sondern zu einer gänzlichen Neubewertung der Schiedsrichter-Organisation insgesamt. Ein angekündigter Streik der Unparteiischen bringt das Final Four-Turnier unrühmlich in die Medien. Eine Situation, die den weiteren Meisterschaftsverlauf durch immer neue Ereignisse und Kommentare negativ überschattet. Letztlich finden die Liga und Schiedsrichter jedoch wieder zu einer akzeptablen Zusammenarbeit.

Den Grunddurchgang beenden die Gunners durch drei Niederlagen in Serie gegen Kapfenberg, Güssing und Wels hinter Fürstenfeld (32 P) punktegleich mit Gmunden (30 P) auf Rang drei.

Anfang Feber 2009 erreicht die Gunners die Nachricht vom Ableben ihres früheren Spielers in "Pionierzeiten" Mike Maloy.

Sportlich steht die Hauptrunde für die Gunners unter einem schlechten Stern. Die Gunners kommen aus der Niederlagenserie am Ende des Grunddurchganges nicht heraus und verlieren weitere sechs Spiele in Folge. Erst gegen Traiskirchen gelingt ein Befreiungsschlag. Denn es gelingt nur noch ein Sieg in der Hauptrunde. Von den insgesamt 10 Spielen konnten - als Tabellenführer im Grunddurchgang - nur zwei gewonnen werden. Die Enttäuschung ist noch immer groß, wie wohl man jetzt auf auf gute Play off-Leistungen hofft, wo die Gunners auf Wels treffen. Die Auftaktniederlage können die Gunners mit einem Auswärtssieg wett machen und gehen auch 2:1 in Führung, Dennoch gelingt es nicht vor eigenem Publikum den notwendigen dritten Sieg zu landen. Nach zwei Verlängerungen siegt Wels 118:112. Im Entscheidungsspiel in Wels müssen sich die Gunners neuerlich knapp (90:87) geschlagen geben. Die Saison ist gelaufen und viele Erwartungen in sportlicher Hinsicht blieben unerfüllt.

Abseits des Parketts konnten die Gunners sowohl als "Burgenländische Mannschaft des Jahres 2008" voll punkten. Das Krampuskränzchen - die gesellschaftliche Traditionsveranstaltung der Gunners - war wieder das Highlight der Ballsaison in Oberwart und der Faschingsstand der Gunners brach alle Rekorde.

Durch das unerwartet rasche Saisonende hatte man schliesslich ausreichend Zeit auch die 50-Jahr-Feier im Programm unterzubringen. Ein großer Festakt mit Persönlichkeiten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens am 21. Mai 2009 beendete glanzvoll die Saison.

Gunners-Vizepräsident Alfred Wertner hat am 23.11.2008 die Oberwarterin Ilse Benkö als Präsident des Burgenländischen Basketballverbandes abgelöst.

Die Saison 2009-10 wird mit einem neuformierten Team gestartet, das von einem neuen alten Coach, Pit Stahl, geleitet wird. Die neuen US-Legionäre Jonathan Levy und Anthony Paez kommen mit großen Erwartungen nach Oberwart, denn beide Spieler sind schon länger in Europa tätig und konnten in der Vergangenheit in verschiedenen Ligen (Deutschland, Dänemark, England) ihre Stärke zeigen.

Leider verläuft die Saison ähnlich durchwachsen wie das Spieljahr zuvor. Überraschende Erfolge gegen die Titelfavoriten Gmunden und Fürstenfeld werden von längeren schwächeren Leistungsperioden in den Schatten gestellt. Wenigstens kann man sich für das Chevrolet-Cup-Final-Four 2010 qualifizieren, das zum 4. Mal in Oberwart ausgetragen wird und wieder beweist, dass man in Oberwart die Organisation von Events bestens versteht. Eine äußerst unglückliche Niederlage nach Verlängerung im Semifinale gegen Kapfenberg stoppen aber die Hoffnungen auf einen 4. Cup-Sieg der Gunners. Die Niederlage im Cup-Semifinale und das darauffolgende Formtief der Mannschaft führt schließlich zur Ablöse von Headcoach Stahl. Neuer Cheftrainer wird Nationalteamcoach Neno Asceric. Die Top-6 werden dennoch knapp verpasst und erstmals seit der Saison 2002-03 müssen die Gunners in die Hauptrunde 2. Dort kommt es auch zu einem Spielerwechsel: der Vertrag von Samo Grum wird gelöst und an seiner Stelle wird der US-Pointguard Kelvin Parker verpflichtet. Im April folgt dann sein Landsmann Charles Gosa. Mit dem neuformierten Team liefern die Gunners in der Viertelfinalserie der Play-offs dem Erzrivalen Fürstenfeld einen heißen Kampf der schließlich 1-3 verloren geht.

Alfred Wertner2010/2011 - Der erste Meistertitel in Memoriam Alfred Wertner
Die Rückkehr von Bernd Volcic nach vielen Jahren als Basketballprofi im Ausland ist die österreichweite Sensationsmeldung zum Saisonstart. Volcic, auch vielfacher Kapitän des Österreichischen Basketball-Nationalteams, kommt mit dem Plan nach Oberwart seine erfolgreiche Karriere bei seinem Stammverein zu beenden, vor allem aber wünscht er sich von Beginn weg nichts sehnlicher, als mit den Oberwart Gunners erstmals den Meistertitel zu holen.

Doch die Basketballsaison startet für die Gunners mit einem erschütternden Trauerfall. Der Vater der modernen Oberwart Gunners und Sportvisionär Alfred Wertner erliegt am 23. Oktober 2010 um 18 Uhr seiner langen Erkrankung. Dass gerade in diesem Moment die Oberwart Gunners den regierenden Meister, die Gmunden Swans, in deren eigenen Halle in die Knie zwingen, wird zur Nebensache. Der Schock sitzt tief. Die Beisetzung Alfred Wertners findet am 29. Oktober statt.

Dieses erschütternde Ereignis lässt die Oberwart Gunners noch enger zusammen rücken. Das Team unter Coach Neno Asceric, das Management,  alle Mitarbeiter der Gunners aber auch die Sponsoren und Gönner der Gunners verfolgen nur ein gemeinsames Ziel: Den österreichischen Meistertitel endlich nach Oberwart zu holen.

Im Vereinsvorstand der Oberwart Gunners wurde im November 2010 ein Generationswechsel vollzogen. Präsident und Gunners-Gründer Ing. Hans Hadek sowie seine Wegbegleiter und Vereinsvorstände Karl Volcic, Alfred Wertner, Ing. Josef Tschögl, Reinhold „Fritz“ Rehling und Ing. Alex Imre zogen sich in die zweite Reihe zurück. Der neue Vorstand besteht nunmehr aus Thomas Linzer als Präsident, Mag. Andreas Leitner als gf. Vizepräsident, die Vizepräsidenten Erwin Pichler und Richard Senninger sowie den Vorständen Mag. Manfred Schweiger, Mag. Wolfgang Steflitsch sowie DiplIng. Gerhard Wenzl.

Obwohl die Gunners im Semifinale des Chevrolet-Cup beim Final Four in Graz in einem Overtime-Krimi gegen die Fürstenfeld Panthers verlieren, lassen sie sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen. Es geht jetzt in die Hauptrunde.
Gegen die Gmunden Swans als ersten Titelkandidaten geben sich die Gunners keine Blöße. Zwei Siege bereits im Grunddurchgang und zwei weitere in der Hauptrunde sind ein deutliches Signal. Die Gunners liegen am Ende der Hauptrunde auf Platz 2.
Es folgen die Playoffs. Das Achtelfinale gegen WBC Wels und auch das Halbfinale gegen die Traiskirchen Lions gehen über die volle Distanz von 5 Begegnungen. Am Ende kommen immer die Gunners weiter.

Oberwart GunnersIm Finale wartete schließlich der Titelverteidiger Gmunden Swans auf die Oberwart Gunners. Auch diese Serie sollte über fünf Begegnungen gehen. Die Gunners erzwingen nach einer 2:1 Führung der Oberösterreicher mit einem Heimsieg ein fünftes Finalspiel. Dieses Finalspiel stellte an Dramatik alles bisher in der Liga gesehene in den Schatten. Denn einerseits konnten die Gunners einen Rückstand von 25 Punkten nicht nur in einen 77:75-Sieg verwandeln, sondern mussten sie die letzten Spielminuten ohne ihren „Regisseur“ Neno Asceric (Ausschluß) auskommen.

Nach der Schlusssirene waren die Emotionen bei den Gunners nicht mehr zu bremsen:

DIE OBERWART GUNNERS SIND ERSTMALS ÖSTERREICHISCHER BASKETBALLMEISTER!

Oberwart GunnersAuch die vielen mitgereisten Fans wie auch Landeshauptmann Hans Niessl, Bezirkshauptmann Hermann Sagmeister, Hauptsponsor Josef Unger, Oberwarts Bürgermeister Gerhard Pongracz und Vize Alfred Tallian feierten den ersten Meistertitel. Und mit Bernd Volcic als MVP der Saison und Neno Asceric als Coach des Jahres endet die unter so traurigen Umständen begonnene Saison in einem unsagbaren Freudentaumel. Die Gunners widmen diesen ersten Meistertitel offiziell Alfred Wertner.

Eine große Meisterfeier im Stadtpark von Oberwart bringt nicht nur alles was im öffentlichen Leben Rang und Namen hat zu den Gunners, sondern begeistert auch annähernd 2000 Besucher. Die Stadt Oberwart und das Burgenland erleben eine Meisterfeier der Superlative, die Gunners sind in aller Munde!