2015/2016 - Der zweite Meistertitel nach völligem Neustart!

fotoDie Abgänge von Headcoach Erik Braal, den Ur-Gunners Hannes Artner und Hannes Ochsenhofer, sowie die Tatsache, dass die finanziellen Rahmenbedingungen der Redwell-Gunners drastisch eingeschränkt wurde ließ das Gunners-Management einen völligen Neustart mit einer dreijährigen Zielvorgabe - bis dahin wieder in den Spitzenbereichen der Liga eine Rolle zu spielen - die Saison planen.

So gesehen war der Abgang aller wichtigen Leistungsträger eine einmalige Chance das Ruder komplett herum zu reißen und mit nahezu einer Rookie Mannschaft in die Saison zu starten. Freilich mit der klaren Ansage an die fans, dass man sich vom Team kieine Wunderdinge erwarten dürfe und bereits ein Playoffplatz ein großer Erfolg für dieses junge Team sein würde.

Die wichtigste Entscheidung um die Position des Headcoaches wurde Anfang August getroffen. Unter mehreren Kandiaten file die Wahl auf den 47-jährigen Griechen Chris Chougaz, der u.a. bereits in der ersten griechischen Liga Erfahrung gesammelt hatte.

Die neue Generation der Redwell-Gunners ist wirklich jung! So besteht der Zukunftskader aus den U-20 Nationalteamspielern Benjamin Blazevic, Georg Wolf und Sebastian Kaeferle sowie dem U-18 Nationalteamspieler Max Schuecker. "Dazu kommen noch Spieler aus unserer Nachwuchsabteilung wie Adam Ajkai, Elias Rabelhofer oder die erst 16 jährigen Neuzugänge Paul Schuecker und Jakob Szkutta. Auf Kapitän Jason Johnson, dem einzigen erfahrenen Spieler kommt da jede Menge Führungsarbeit zu”, lautete das Credo von Manager Andreas Leitner.

Nachdem es nicht gelungen ist, Bogic Vujosevic und Rakeem Buckles weiterzuverpflichten, kamen die ersten Verpflichtungen ebenfalls neu in der ABL: Pointguard Derek Jackson, Shootingguard Quincy Diggs sowie Small Forward Terrell Evans, alle drei aus den USA. Mit dem 26-jährigen US-Amerikaner Chris Ferguson auf der Position eines Inside-Spielers ist der Kader komplett.

fotoNach einem intensiven Vorbereitunsgprogramm herrscht vor dem Saisonstart gegen Graz Unsicherheit über das Potential des Teams. Für Headcoach Chris Chougaz zählte von Beginn weg vor allem die Einsatzbereitschaft, der Kampfgeist und die Intensität des Spieles: "Das sind Faktoren, mit denen wir den anderen Teams überlegen sein können". Damit sollte er Recht behalten. Er formte aus einem "Haufen" an Jungspunden, die noch nie in der Rolle von Leistungsträgern waren, eine eingeschworene Truppe, die bei jedem Spiel ihr Herz am Parkett ließ und damit auch die Fans sofort in ihren Bann zog. Egal on gewonen wurde oder verloren, es war mitreißend diesem Team beim Spiel zuzuschauen.

Nach dem Sieg gegen Graz kam es zur ersten Kraftprobe mit dem zweifachen Meister Güssing. Mit nur einem Punkt Vorsprung verhinderte die neuerlich vertärkte Startruppe eine Niederlage gegen das jüngste und unerfahrenste Team der Liga. Hiobsbotschaft Kapitän Jason Johnson zieht sich eine Schulterluxation zu und fällt für mehrere Wochen aus. Zugleich stehen Benjamin Blazevic und Georg Wolf vor der Ableistung ihres Präsenzdienstes und sind daher ebenfalls nicht voll verfügbar. Die Redwell-Gunners mobilisieren ihre Sponsoren. Unter dem Eindruck der bisherigen guten leistungen ermöglichen sie es den litauischen Center Adomas Drungilas zu verpflichten; zunächst befristet für 2 Monate.

Zwischenzeitig beginnen sich Gerüchte zu mehren, wonach der zweifache Meister und Cupsieger Güssing in finanzielle Nöte geraten sein soll.

Die Gunners überzeugen gegen Gmunden, Klosterneuburg, Wels und Wien. Somit ist spätestens Mitte Oktober klar, dass die Redwell-Gunners weit mehr sind, als ein Underdog. ganz im Gegenteil, die Gunners werden zum einzigen ernsthaften Verfolger von Tabellenführer Güssing. "es mach einfach Spaß" lautet nicht nur der Kommentar der Fans zum Spiel der Gunners, es macht auch den Gunners sichtlich Spaß solchen befreienden und temporeichen Basketball zu spielen.

Nach einem Protestverfahren der Gunners gegen das erste Derby gegen Güssing stellt die Österreichische Basketballiga Lizenzverstöße beim zweifachen meister Güssing fest und erteilt harte Auflagen. Trotz der Auflagen und eine Punkteabzuges (9 Punkte) bleibt Güssing das sportliche Maß aller Dinge und das stärkste Team der Liga.

Ein durchwachsener Dezember zwingt die Redwell-Gunners ihren Teamkader zu ändern. Der sypathische Terell Evans wird vom Amerikaner Chris McNealy ersetzt. Eine weitere Hibsbotschaft mitte Dezember: Benjamin Blazevic fällt durch einen Kreubandriss bis zu Saisonende aus. Der Jänner steht für die Redwell-Gunners ganz im Zeichen des Flyeralarm-Cup Final-Four Turnieres, welches nach Oberwart vergeben wurde. Organisatorisch machen die Redwell-Gunners daraus den repräsentantivsten Basketballevent, den Österreich je gesehen hat; selbst von allen Konkurrenten kommt ungteiltes Lob.

Und mit einem Sieg gegen Wien im Finale - in Anwesnheit von Landeshauptmann Hans Niessl - brechen die Redwell-Gunners nicht nur den 20 Jahre währenden "Heimfluch", sondern holen den 4. Cuptitel in der Vereingeschichte. Final Four-MVP wird Adomas Drungilas. [Spielbericht]

fotoIn einer Feierstunde im Eisenstädter Landhaus empfangen die Redwell-Gunners Ehrungen durch Landeshauptmann Hans Niessl für diesen Cupsieg.

Ab diesem Zeitpunkt gelten die Redwell-Gunners auch als heisser Mitfavorit um den Meistertitel. Eine Basketballeuphorie ungeahnten Ausmaßes erfasst die Gunners. Der Vertrag von Adomas Drunbgilas wird bis zu Saisonende verlängert. Der zwischenzeitig wieder eingesetzte Jason Johnson zieht sich mitte April neuerlich eine Schulterverletzung zu und fällt damit bis zu Saisonende aus.

Das Ausscheiden von Güssing durch die Eröffnung der Insolvenz bewirkt zugleich die Disqualifikation in der Meisterschaft. Schade um die vielen heissen Derbies!

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Im April schleichen sich noch einige Niederlagen ein, doch in den PlayOffs sind die Redwell-Gunners wieder voll bei der Sache! fotoIm Viertelfinale landen sie gegen Gmunden nach zwei Heimsiegen und zwei Auswärtsniederlagen den entscheidenden 5. Sieg in einer das Publikum mitreissenden Weise.

Im Semifinale gegen Wien brauchen die Gunners 4 Siege, ehe ihr Einzug ins Finale fest steht. Dort treffen sie auf Wels. Gegen die Oberösterreicher ist der Siegeswille bereits so immens groß, dass die Redwell-Gunners mit drei Siegen sich den 2. Meistertitel in der Vereinsgeschichte nicht mehr nehmen lassen.

[Spielbericht] [Galerie-Spiel] [Galerie-Siegerehrung]

fotoWas nach dieser erfolgreichsten Saison in der Geschichte der "Oberwart Gunners" folgt sind ausgelassene Feiern der Spieler und und zahlreiche Ehrungen für Spieler, Betreuer und Funktionäre.

Headcoach Chris Chougaz wird Coach des Jahres,
Quincy Diggs wird Saison-MVP.
Chris Ferguson wird "Defensive Player Of The Year".
Sebastian Käferle wir "Rising-Star der ABL". Er und Georg Wolf machten in dieser Saison gewaltige Schritte in ihrer sportlichen Entwicklung.

2014/15 - Ein Team mit Potential

team 2014/2015Mit dem Niederländer Erik Braal als Headcoach haben sich die Redwell-Gunners viel vorgenommen. Neben den Stammspielern Hannes Ochsenhofer, Hannes Artner und den aus dem Nachwuchs nachstoßenden Hoffnungen Georg Wolf, Stefan Neudecker und Benjamin Blazevic als Kern wird mit den amerikanischen Legionären Gabe Knutson, Rakeem Buckles, J.J. (John Stuart) Mann, sowie dem jungen Serben Bogic Vujosevic in die Saison gestartet. Mit dem Traiskirchen-Zugang Sebastian Käferle und dem Gmunden-Zugang Carlos Novas-Mateo werden neue einheimische Talente in die Mannschaft geholt. Ein Team mit großem Potential, wie alle Fans hoffen.

Gegen Graz gelingt ein erfolgreicher Saisonauftakt doch die Spiele gegen Gmunden, Wien (mit Ex-Gunner Darnell Hinson) und Klosternburg gehen - teils recht unglücklich verloren.

tschöglSchock für die Redwell-Gunners, da ihre gute Vereinsseele "Pepsch" Ing. Josef Tschögl, ehemaliger Spieler, Trainer, Funktionär sowie jahrelanges Vorstandsmitglied und Büroleiter, an einer schweren Erkrankung am 9. Oktober 2014 verstorben ist. Er war über 30 Jahre lang Wegbegleiter von Gunners-Gründer Ing. Hans Hadek und Alfred Wertner und immer mit Leib und Seele ein echter Gunner!

Sportlich geht es mit Siegen und Niederlagen im Wechsel weiter. Mit einem furiosen Sieg bei der Meistertruppe und Europacupteilnehmern aus Güssing zeigen die Redwell-Gunners erstmals, mit welcher Leidenschaft sie auch als Außenseiter überraschen können.

Doch so richtig wollen die Kanoniere nicht in Fahrt kommen. Der Gunners-Vorstand lässt keine Personaldiskussionen zu und vertraut dem Team von Erik Braal. Die Gunners liegen nach 15 Spielen auf Rang 8 (von 10 Teams).

Obwohl sich die Güssinger Meistertruppe den Sieg wieder zurück holt, überraschen die Redwell-Gunners postwendend indem sie den Rittern neuerlich eine schmerzliche Heimniederlage zufügen.

fotoNach Siegen gegen Graz, Klosternburg und Gmunden scheint es jetzt deutlich bergauf zu gehen. Doch die Serie wird von Wien gestoppt. Trotz dieser Ups und Downs startet Anfang März 2014 das Gunners-Management die größe Nachwuchs-Förderaktion ONE HEART. ONE BEAT. ONE TEAM. in der Vereinsgeschichte. Im Rahmen der Tombola werden zehn wertvolle Preise, mit einem neuen Opel Adam als Hauptpreis verlost. Diese Aktion geht bis in die kommende Saison weiter.

fotoNach einem starken März konstatieren Beobachter den Redwell-Gunners nach einem Auswärtssieg in Wels und einem Heimsieg gegen Kapfenberg, dass sie jetzt zu ihrem Spiel gefunden haben. Siege gegen Traiskirchen und in Fürstenfeld lassen das Selbstvertrauen weiter anwachsen, da in den PlayOffs Güssing als Gegner wartet.

Mit drei Siegen in drei Spielen macht jedoch Güssing den Traum der Gunners auf eine Seansation frühzeitig zunichte. Der Meister war einfach zu stark. Damit war die Saison der Gunners bereits Ende April vorüber.

„Immer dann, wenn wir geglaubt haben, wir haben den Durchbruch geschafft, gab es einen Rückschlag“, meinte auch Manager Andreas Leitner. Auffallend war die große Anzahl von Spielen, die knapp verloren wurden. Von neun Partien, die mit weniger als drei Punkten verloren wurden, konnten die Gunners nur eine gewinnen.

braalDa der Vertrag mit Erik Braal für die kommende Saison frühzeitig verlängert worden war, wurden bereits Pläne für das Team der nächsten Saison geschmiedet. Vor allem Rakeem Buckles und Bogic Vujosevic sollten nach Möglichkeit gehalten werden.
Letztlich kam alles ganz anders: Gunners-Urgestein Hannes Artner wechselte aus beruflichen wie aus familiären Gründen nach Mattersburg (2. Liga), Carlos Novas-Mateo zog seine Ausstiegsoption. Und zuletzt folgte auch Erik Braal dem Ruf seines niederländischen Heimatvereines Groningen wo ihm die Möglichkeit zur Teilnahme an internationalen Bewerben geboten wurde. Auch Gunners-Urgestein Hannes Ochsenhofer entscheid sich dafür, die folgende Saison nicht mehr bei den Gunners zu bestreiten und wechselte nach Fürstenfeld. Jason Johnson entschied sich dafür bei den Gunners zu bleiben. Eine weise Entscheidung der Teamkapitäns, wie die folgende Saison zeigen sollte.

2013/14 - Eine Saison der Verletzungsserien

Für die Saison 2013/14 konnten die Redwell Gunners bereits frühzeitig im Juni 2013 die Vertragsverlängerung mit Vizemeister-Coach Tom Johnson bekannt geben. Johnson holte mit Abe Lodwick (USA) von Phoenix Hagen aus der deutschen Bundelsliga, Jeff Bonds (USA) aus der 2. Spanischen Liga, Sammy Zeglinsky (USA) aus Island, und letztlich mit Zoran Krstanovic (SRB), der zuvor zweimal Spieler des Jahres in Rumänien war, seine Wunschkandidaten. Mit erfahrenen Spielern wollten die Redwell Gunners auch in dieser Saison zu den Topteams der ABL gehören und jedenfalls die Qualifikation zur Hauptrunde 1 schaffen.

fotoNach einer vielversprechenden Vorbereitungsphase mit guten Leistungen bei den Testspielen begann beim letzten Vorbereitungsturnier eine noch nie dagewesene Verletzungsserie. Bonds und Krstanovic verletzten sich, Lukas Linzer erkrankte und auch Sammy Zeglinski ging angeschlagen ins erste Meisterschaftsspiel in Fürstenfeld, dass dann überraschend verloren ging – auch eine Blitzverpflichtung von Jason Detrick konnte hier nicht helfen. Eine Niederlage, die den Redwell-Gunners in der Endtabelle des Grunddurchganges noch sehr schmerzen würde.

Im ersten großen „Kracher“, dem Cup-Heimspiel gegen Kapfenberg, schrammten die wieder vollzähligen Redwell-Gunners gegen das massiv aufgerüstete Team der Obersteirer mit 76:80 zwar knapp an einer Sensation vorbei, aber das Kapitel Cup war damit für diese Saison abzuhaken.

Trotz Siege gegen Gmunden und Traiskirchen konnten die Redwell-Gunners nicht richtig in Fahrt kommen. Denn auch gegen Klosterneuburg gab es eine bittere Heimniederlage, die auch den weiteren Verlauf der Meisterschaft mitbestimmen sollte. Zudem erlitt Jeff Bonds beim Derby in Güssing eine schwere Knieverletzung, womit er für den Rest der Saison ausfiel. Für Jeff Bonds wurde des Amerikaner BJ Monteiro geholt.

Trotzdem zog sich das Verletzungsproblem weiter wie ein roter Faden. Hannes Ochsenhofer musste sich einer Fingeroperation unterziehen. Aus 3 Wochen prognostizierter Abwesenheit wurden 7 Wochen. Zwischendurch war Zeglinski neuerlich verletzt. Trotzdem ließ ein weiterer Sieg gegen Gmunden die Redwell-Gunners weiter auf einen Aufschwung hoffen.

Als sich jedoch Headcoach Tom Johnson überraschend einer Operation unterziehen musste und gerade in dieser Zeit wichtige Spiele um den Einzug in die Hauptrunde 1 anstanden, tat dies seine Wirkung. Das wichtige Spiel in Klosterneuburg wurde verloren. Zwar konnte unter Goran Patekar als Headcoach ein Überraschungssieg gegen Kapfenberg geholt werden, doch die Redwell-Gunners waren zwischenzeitig mitten im Kampf um den Einzug unter die Top-6-Teams der Hauptrunde 1 gelandet. Niederlagen gegen Güssing, Wels und Wien ließen die Redwell-Gunners weiter auf der Stelle treten.

Im Feber verlängerte der 4-wöchige Ausfall von Abe Lodwick die Verletzungsserie, die kein Ende zu nehmen schien. Erik Frühwirt musste verletzungsbedingt das Ende seiner Karriere bekannt geben. Ende Feber stand dann fest, dass Headcoach Tom Johnson nach einer 2. Operation für den Rest der Saison ausfallen sollte. Bereits am 5. März konnte der Niederländer Erik Braal als neuer Headcoach der Redwell-Gunners präsentiert werden.

Mit neuem Schwung wurde die Hauptrunde 2 angegangen, wo auch bis auf das Auswärtsspiel in Fürstenfeld alle Spiele gewonnen werden konnten.

Im Play-Off-Viertelfinale der Meisterschaft war dann allerdings sportlich das Ende für die Redwell-Gunners gekommen. In einer sehr spannenden Viertelfinalserie – erstmals in der Vereinsgeschichte gegen Güssing – konnte zwar das erste Spiel gegen den späteren Meister gewonnen werden, danach setzte es aber knappe Niederlagen und die Redwell Gunners schieden 1-3 aus.

Mit dem Ziel, Oberwart mittelfristig wieder unter die Top-Teams der Liga zu führen, wurde sofort die Weichenstellung für die folgende Saison in Angriff genommen und Erik Braal das weitere Vertrauen als Headcoach geschenkt.

2012/13 - Der 6. Vizemeistertitel für die REDWELL-Gunners

Thomas JohnsonMit der Saison 2012/13 beginnt bei den Redwell-Gunners zunächst in sportlicher Hinsicht eine neue Zeitrechnung. Nach dem Abgang von Meistercoach Neno Asceric übernimmt der 44-jährige Kanadier Thomas Johnson den Posten als Cheftrainer.

Tom Johnson spielte in seiner aktiven Karriere in Frankreich, Italien und Deutschland, bevor er seine Coach-Karriere in Finnland begann und dann in Belgien fortsetzte. Nach Stationen als Assistent Coach in Frankfurt (bei Ex-Gunners Coach Gordie Herbert) und in der Türkei bei Turk Telekom arbeitete er zuletzt in Luxemburg als Headcoach.

Damit schlagen die Redwell-Gunners bewusst einen Kurs in Richtung westeuropäischer/amerikanischer Basketballphilosophie ein.

Er hat die Aufgabe innerhalb eines engen finanziellen Rahmens ein neues Team zusammen zu stellen. Als Neuzugänge wurden der junge Darnell Gant, der direkt von der Universität Washington kam, als Guard der 24-jährige US-Boy Mario Edwards und mit dem weiteren US-Legionär Chris Gradnigo ein Flügelspieler mit hohen Wurfqualitäten geholt.

Trotz guter Leistungen in der Vorbereitung zeigte sich ab Meisterschaftsbeginn, dass die Gunners - trotz eines überraschenden Erfolges beim Auftaktspiel in Wels und einem Derbysieg gegen Fürstenfeld - nicht so recht auf Touren kommen wollen.

Redwell Infrarot HeizungenEinen sehr positiven Saisonstart legen die Gunners hingegen mit dem Gewinn eines neuen Titelsponsors, der  Firma REDWELL, dem Weltmarktführer bei Infrarot-Heizsystemen, hin.

fotoDer Funke der Begeisterung für die Gunners und den Basketballsport war auch auf Redwell-Chef Mike Buschhoff und Gattin Ina (im Foto mit den Vorständen Erwin Pichler, Richard Senninger und Präsident Thomas Linzer)  übergesprungen und damit sorgten sie für einen wichtigen emotionalen Motivationsschub im ganzen Verein. [Link1] [Link2]

Dem entsprechend heißen die Oberwart Gunners ab sofort Redwell-Gunners Oberwart".

Zusätzlich zum neuen Titelsponsor können die Redwell-Gunners auch einen zweiten großen Marketingerfolg erzielen: Die mit der Agentur Seier aus Großpetersdorf neugestaltete Homepage der Redwell-Gunners Oberwart erhielt den ADEBAR, die höchste Auszeichnung der burgenländischen Werbewirtschaft.

Auch auf Organisationsebene können die Redwell-Gunners noch vor dem Saisonstart einen Erfolg verbuchen: das erstmalig schon zu Saisonbeginn vergebene Chevrolet Cup Final Four geht an Oberwart. Die umfangreiche Bewerbung setzt sich gegen eine Reihe von Mitbewerbern aus der ganzen Liga durch.

Sportlich gelang es den Redwell-Gunners nicht, sich aus dem unteren Bereich der Tabelle hochzuarbeiten. Schließlich wurden - auch wegen Verletzungsproblemen - im November die Kroate Ivan Djerman und Ivan Siriscevic engagiert. Von Chris Gradnigo musste man sich trennen.

Beim alljährlichen Krampuskränzchen, das zum 31. Mal veranstaltet wurde und wieder einmal eine Top-Veranstaltung wurde, ahnte noch niemand, was in dieser Saison noch alles passierten sollte.

Schon wenige Tage nach dem Fest und einer ordentlichen Schlappe in Graz trennten sich die Redwell-Gunners von Mario Edwards, Ivan Djerman und in der Folge auch von Ivan Siriscevic. [Link]

Mit Richard Chaney, Seamus Boxley und Darnell Hinson wurden noch vor der Rückrunde des Grunddurchganges gleich drei amerikanische Top-Spieler verpflichtet. [Link] Mit diesen drei wurden die Leistungen schlagartig besser und sollte nun der Kampf um einen Play-Off-Platz wieder erfolgreich werden. Jedoch verließ nun auch Ivan Djerman über eigenen Wunsch die Redwell-Gunners.

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Neue Maßstäbe setzte das von den Redwell-Gunners ausgetragene Chevrolet-Cup Final Four (26. u 27.1 2013). Das Rahmenprogramm mit den Tanzshows der Dragon Ladies aus Laibach und der West-Side Dance Akademie aus Steinamanger, dem deutschen Hallensprecher Christian Höreth, der legendären SKY-Snickers-Lounge usw. begeisterte die Zuseher.

Sportlich kam das Final Four, bei dem die Redwell-Gunners im Semifinale auf den BC Vienna trafen, etwas zu früh, denn nach einer sehr starken 2. Spielhälfte mussten sich die Hausherren Vienna nur knapp geschlagen geben.. Den Sieg holten sich die Klosterneuburg Dukes, die sich im Semifinale gegen Wels und im Finale gegen BC Vienna durchsetzen konnten.

In der Meisterschaft wurde es um einen Platz in der Hauptrunde 1 spannend. Das entscheidende Spiel gegen Güssing am letzten Tag des Grunddurchganges konnte auswärts klar gewonnen werden.

In der anschließenden Hauptrunde ließen es die Redwell-Gunners richtig krachen. Sie holten Sieg um Sieg, waren das erfolgreichste Team der Liga und sicherten sich gegen Gmunden sogar noch den 4. Platz in der Tabelle und damit den Heimvorteil im Viertelfinale gegen Gmunden.

fotoIn den Play-Offs konnten schließlich Gmunden in 4 Spielen und der regierende Meister Klosterneuburg in 5 packenden Begegnungen bezwungen werden. Die Basketball-Euphorie der Fans kannte nun keine Grenzen.

Team und Fans wollten jetzt auch den Meistertitel. Finalgegner war der BC Vienna, der ABL-Tabellenführer und das mit Abstand am stärksten ausgestellte Team der Liga. Nach zwei bitteren Auswärtsniederlagen, zwei triumphalen Heimsiegen - zunächst die höchste Saisonniederlage für Wien und dann ein Finish, das in die Geschichtsbücher eingeht - stand es 2:2. Da die Wiener für ein 5. Finalspiel keine Halle zur Verfügung hatten, musste nach Schwechat (Multiversum) ausgewichen werden. Das 5. Finalspiel am 29.5.2013 endete mit einem Sieg für Wien. Für die Redwell-Gunners war dies der 6. Vizemeistertitel.

Spiel 5 schreibt auch deshalb Geschichte, weil eine im österreichischen Basketball noch nie dagewesene Faninvasion einsetzte! Über 1.000 Fans kamen – getragen von einer Gratis-Fanbus und Ticket-Aktion von Titelsponsor Redwell -  zu einem Auswärtsspiel angereist.

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fotoUS-Legionär Seamus Boxley wurde zum MVP der gesamten Saison gekürt.

Darnell Hinson wurde mit durchschnittlich 20,2 Punkten pro Spiel Highscorer der Saison!

 

 

 

 

 

 

Der Nachwuchs der Redwell-Gunners konnte wieder viele Erfolge feiern:

mU16 ÖMS-Champion

ÖMS:

mU16: 1. Platz Österreichische Meisterschaft (Foto)

mU18: 3. Platz Österreichische Meisterschaft

mU21: 2. Platz Österreichische Meisterschaft

 

BBV-Landesmeisterschaften:

mU12, mU14 und mU16 Landesmeister

Redwell-Gunners School Trophy

Schließlich war auch die Volksschultrophy, an der sich 10 Schulen beteiligten, wieder ein toller Erfolg. Alle Schulen wünschen sich die Fortführung der Redwell-Gunners School Trophy. ca. 350 Kinder werden betreut.

2011/12 - Die turbulente Saison nach dem Titel

Der Meistertitel hat bei den Gunners viel bewegt.

fotoViele Ehrungen und Auszeichnungen wurden den Gunners jetzt erst im Folgejahr zuteil: Mannschaft des Jahres 2011, Neno Asceric wurde Coach des Jahres 2011, (Bild rechts unten)
Auszeichnung für Verdienste um den Sport des Landes Burgenland (Bild rechts oben).

Mit viel Enthusiasmus wurde die folgende Saison vorbereitet und Meistercoach Neno Asceric für ein weiteres Jahr verpflichtet. Bernd Volcic hatte seine Karriere beendet, Kelvin Parker, Tyrone Sally und David Gonzalvez konnten nicht gehalten werden. Ein kompletter Mannschaftsumbau war die Folge. Der Serbische Power-Forward Nicola Gacesa wurde aus den USA geholt, dazu der Center Drake Reed. Joey Shaw blieb für ein weiteres Jahr.

fotoIm öffentlichen Auftritt änderte sich das Gesicht der Gunners. Mit der Agentur Robert Seier aus Großpetersdorf wurde eine neue Homepage gestaltet, die allen modernen Anforderungen gerecht wurde. Auch das Design des Gunners-Logos ging weg von der Kanone zu einem blau-weissen  „Feuerball“. Modern und zeitgemäß war die Devise. Startschuss dieser neuen Ära war der 11.11.2011! (Bild rechts mitte)

Sportlich konnten die Gunners allerdings an die Meistersaison nicht anschließen. Von Beginn weg gab es Verletzungssorgen. Nach bereits 2 Runden waren 4 Spieler verletzt. Dann ein Muskelfasereinriss bei Kapitän Jason Johnson – 6 Wochen Pause für ihn. Unter Zugzwang verstärken sich die Gunners mit dem US-Legionär und Allrounder Vernard Hollins. Und kurz darauf musste sich Joey Shaw einer Augenoperation unterziehen. Als sich die Gunners und Drake Reed im Jänner 2012 wegen „fehlender Harmonie“ im Einvernehmen trennten kam es durch das Engagement des bosnischen Centers Esmir fotoRizvic neuerlich zu einer Veränderung im Kader. Ein harmonisches Teamgefüge konnte damit nicht zustande kommen. Lief es im Grunddurchgang noch halbwegs, setzte es in der Hauptrunde eine Niederlage nach der anderen. Im Viertelfinale trafen die Gunners auf Wels. Nach drei Niederlagen war Saisonende und Neno Asceric erklärte seinen Rückzug als Trainer der Gunners. Er blieb aber noch Nationalteam-Trainer.

Der Gunners-Nachwuchs erwies sich auch in dieser Saison als sehr stark. Praktisch alle Titel im Burgenland und Spitzenplätze (ÖMS U18 2. Platz, U20 4. Platz) österreichweit wurden geholt.
Für die „Gunners-Girls“ gab es sogar einen Fernsehauftritt im BKF.
Anfang März 2012 wechselte Benajmin Blazevic (16) von den Wörthersee-Piraten zu den Gunners.

VEREINSCHRONIK

Gunners 1958Am Anfang der Vereinsgründung stand ein Kastanienbaum vor der Hauptschule in Oberwart, an dem der erste Basketballkorb montiert war.

Stammvater des Vereines ist der heutige Ehrenpräsident Ing. Johann Hadek, auf dessen Initiative 1957 das erste Freundschaftsspiel ausgetragen wurde.

Zwischen 1960 und 1970 erlebte der UBC eine erste Blütezeit, als mit dem sogenannten "Wunderteam" dreimal en suite (1963, 1964 und 1965) der burgenländische Meistertitel errungen werden konnte.

In der Saison 1991/92 schaffte der Verein den Aufstieg in Österreichs zweithöchste Spielklasse, B-Liga, wo der UBC Oberwart in den kommenden 3 Jahren sehr erfolgreich vertreten war.

Um dem Ziel A-Liga näher zu kommen, wurden in der Saison 1993/94 die Amerikaner Paris Bryant und Roy Howard verpflichtet. Mit der Verpflichtung von Coach Richard Lien aus Amerika sollte dem Aufstieg nichts mehr im Wege stehen. Dieses Ziel wurde jedoch zunächst ganz knapp versäumt.

fotoIn der Saison 1994/95 konnte der Österreichische B-Ligameister mit 14 Siegen aus 14 Spielen in der Play Off gestellt werden. Als bis damals größten Erfolg der Vereinsgeschichte kann der Sieg im Österreichischen Basketball-Cup 1994/95 (als B-Liga-Verein!) betrachtet werden. Die damals in der Sporthalle Oberwart ausgetragene Finalveranstaltung war sowohl in sportlicher, als auch in organisatorischer Hinsicht ein richtiges Basketballfest und eine überaus gelungene Veranstaltung, bei der insgesamt ca. 3000 Besucher gezählt werden konnten.

Der UBC STAHLBAU OBERWART war zwischen Oktober 1993 und März 1995 in der B-Liga 43 Meisterschaftsspiele hintereinander ungeschlagen. Im Frühjahr 1995 waren die Gunners für den Aufstieg in die Bundesliga A qualifiziert.

Die GUNNERS waren auch bei ihrer ersten Teilnahme am Europacup der Cupsieger im September 1995 nicht erfolglos. Das Auswärtsspiel ging zwar mit 68:88 verloren, im Heimspiel jedoch konnten wir die Klassemannschaft von INTER SLOVNAFT BRATISLAVA (Slowakei) mit 78:70 besiegen. Zum Aufstieg
sollte es leider noch nicht reichen...

In ihrem ersten A-Liga-Jahr 95/96 konnten die GUNNERS überzeugen: Im Oberen Play Off wurde der 4. Platz erreicht. Im Semifinale trafen die GUNNERS auf den Meister St. Pölten. Das Entscheidungsspiel ging leider ganz knapp an St. Pölten. Trotzdem wurde das Saisonziel des ersten Jahres in der ALiga, das Erreichen der Play Off der besten 6 Teams, noch bei weitem
übertroffen.

In der Spielsaison 96/97 wurde im Cupbewerb wieder der Einzug ins "Cup Final Four" geschafft, im Semifinale gegen St. Pölten gab es jedoch eine 60:70 - Niederlage. Die Gunners wurden im zweiten Jahr in der A-LigaÖsterreichischer Vizemeister. Die Finalserie wurde zu einem wahren "Basketballkrimi". Ca. 10.000 Zuseher bei der Finalserie und spannende Spiele - das gab es noch nie in der langen Geschichte des Österreichischen Basketballsports.

Im Europacup "KORAC" schreiben die Gunners im Herbst 1997 österreichische Basketballgeschichte: Durch den Sieg über Atletico de Queluz (Portugal) wurde erstmals die Qualifikation für die Hauptrunde des Europacups geschafft.
Für die Spielsaison 97/98 hatten die Gunners ein großes Ziel vor Augen: der Österreichische Meistertitel. Der Grunddurchgang der Herbstmeisterschaft wurde mit 16 Siegen aus 18 Spielen klar gewonnen. Als Oberwart dann aber völlig unerwartet im Cupsemifinale ausschied, folgte plötzlich ein kleiner Einbruch.
Die Finalspiele waren ein Spektakel, wie es Oberwart noch nicht erlebt hatte: Mit einer Lichtshow und 2200 (!) Zuschauern wurde die Mannschaft begrüßt. St. Pölten feierte dennoch ganz knapp den Sieg der Meisterschaft.

Die FIBA gab in der Spielsaison 98/99 dem UBC Stahlbau Oberwart die Chance im zweithöchsten Europacupbewerb, dem "Saporta Cup" anzutreten. Von den zehn Gruppenspielen konnten vier Siege errungen werden, was letztendlich für den grandiosen - ersten Aufstieg einer österreichischen Basketballmannschaft in das 1/16-Finale des Europacup "SAPORTA" reichen sollte. Die Gunners schrieben österreichische Sportgeschichte.
Die Gunners feierten in dieser Saison ihren zweiten Cupsieg!

Für die Spielsaison 1999/2000 wurde der Kanadier Gordie Herbert als Head Coach verpflichtet. Das erklärte Ziel war das Erreichen der Meister Play Off. Dieses Ziel wurde mit dem ersten Platz im Grunddurchgang souverän erreicht.

fotoMit John Dieckelman folgte Herbert 2000/2001 ein Trainer, der genau zur Vereinsphilosophie passte. Sensationell schlug sich das UBC Stahlbau Oberwart Team im Korac-Cup. In der 1. Runde wurden die weit höher eingeschätzten "Riesen" aus Novy Jicin (TCH) ausgeschaltet, danach scheiterten die Gunners erst in der 2. Runde gegen das polnische Spitzenteam Trefl Sopot.
Der Grunddurchgang der Meisterschaft konnte zwar mit dem 4. Platz beendet werden, doch ein unerwartetes Aus im Viertelfinale beendete die Saison.

Die Saison 2001/02 stand im Zeichen der zeitweiligen Rückkehr von Paris Bryant, der von September bis Jänner maßgeblich am Erreichen des Oberen Play Off beteiligt war. Trotz des klaren Ausscheidens im Viertelfinale (0:3 gegen den späteren Meister Kapfenberg) konnten die Saisonziele mit der Qualifikation fürs Cup Final Four und dem Viertelfinale der Meisterschaft erreicht werden.

fotoDer Nachfolger von Dieckelmann, der Deutsche Pit Stahl begann in der Saison 2002/03 mit der Integration von jungen Eigenbauspielern in die Bundesligamannschaft. Leider konnten sich die Gunners zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte nicht für das Obere Play Off qualifizieren, konnten aber wenigstens den Klassenerhalt souverän schaffen.

In der Saison 2003/04 waren die Gunners die Überraschungsmannschaft des Jahres. Das verjüngte Team erreichte sensationell das Cup-Finale und das Semifinale der Bundesliga, wo man sich jeweils knapp Gmunden geschlagen geben musste. Beim in Oberwart ausgetragenen Cup-Final Four bewiesen sich die Gunners auch als Organisator von Basketballevents.
David Jandl wurde zum wertvollsten österreichischen Spieler gewählt, Pit Stahl zum Trainer des Jahres und Hannes Artner war der Shooting-Star der Saison.

foto2004-05 können die Macabido Gunners Oberwart – entgegen vieler Expertenmeinungen – nahtlos an die Erfolge der Vorsaison anschließen. Eines der jüngsten Teams der ÖBL holen, obwohl Kapitän Jason Johnson nach einem unverschuldeten Autounfall verletzt ausfiel, überraschend den Cup-Sieg. Nach einem starken Grunddurchgang und einer souveränen Hauptrunde kann Kapfenberg in den Semi-finals 3:2 niedergerrungen werden. Lediglich die unerwartet klare 0:3 Niederlage gegen Gmunden in der Finalserie trübt die bisher erfolgreichste Saison in der Gunners-Geschichte. David Jandl wird wieder zum „österreichischen Spieler des Jahres“ gewählt und US-Legionär Jason Detrick zum „Spieler des Jahres“ (MVP).

Die Saison 2005-06 beginnt nach einem Umbau der Mannschaft katastrophal. Probleme mit den US-Legionären und die Trennung vom neuen Coach Gad Kedar (ISR) aus privaten Gründen führen zu einer Niederlagen-Serie zu Meisterschaftsbeginn sowie dem Cup-Ausscheiden. Mit Coach Markus Zilch (GER) und einem Neustart gelingt ein sehenswertes Comeback, denn schon 6 Wochen später befinden sich die Gunners wieder in den Top 4 der Liga. Durch Verletzungsprobleme in der Hauptrunde wird aber die Semi-Finalqualifikation hauchdünn verpasst. Mit nur einem Sieg weniger beenden die Macabido Gunners die Meisterschaft auf dem 5. Platz. Hannes Ochsenhofer und Christoph Nagler werden erstmals in den Kader des österreichischen Herren-Nationalteams einberufen.

Einer der erfolgreichsten Saisonen in der Vereinsgeschichte wird das Spieljahr 2006-07. Dabei sah es zunächst ganz und gar nicht danach aus. Bedingt durch eine Vielzahl von verletzungs- und krankheitsbedingten Ausfällen kommen die Gunners überhaupt nicht in die Gänge: Während die Hauptrunde noch souverän als 5. erreicht werden kann, folgt die Qualifikation für das Play-off erst in der letzten Runde und dank kräftiger Hilfe von Meister Gmunden. Auch im Cup-Final-Four in Oberwart können die hohen Erwartungen nicht erfüllt werden und man geht im Semi-Finale gegen Fürstenfeld sang- und klanglos unter. In den Play-offs laufen die Gunners aber zur Höchstform auf, erst jetzt machen sich ein Spielerwechsel (Williams für Trofholz) und der Coachwechsel (Perica für Zilch) bezahlt. Kapfenberg kann ebenso 3-2 besiegt werden wie der Erzrivale Fürstenfeld, der immerhin schon 2-1 in der Serie in Führung lag. Erst im Finale ist gegen den regierenden Meister Gmunden Endstation. Die 5-Spiele Serien im Viertel- und Semifinale fordern ihren Tribut und so geht die Finalserie 0-3 verloren.

fotoDie Gunners begannen die Saison 2007-08 zwar mit einem Schock, denn nach einer guten Vorbereitung verloren sie zum Saisonauftakt überraschend gegen Güssing. Was danach folgte gehörte aber zum feinsten der Gunners-Geschichte. Sowohl Grunddurchgang als auch Hauptrunde wurden auf Platz eins abgeschlossen. Neuzugang Jae Youngblood fegte durch die Liga, begleitet von Jason Johnson, Hannes Artner und Hannes Ochsenhofer, die jeweils ihre beste Saison ihren Karrieren für die Gunners bestritten. Selbst eine schwere Verletzung von Hannes Artner konnte den Gunners-Express nicht stoppen. Die Finalserie gegen Erzrivalen Fürstenfeld setzte dann im österreichischen Basketballsport neue Maßstäbe. Die Fans stürmten derart die Sporthallen, dass in Oberwart erstmals in der Vereinsgeschichte das "ausverkauft"-Schild ans Eingangsportal gehängt werden musste. Am Ende blieb für die Gunners nach einem an Spannung kaum mehr zu überbietendem 5. Finalspiel wieder "nur" ein Vizemeistertitel übrig, aber mit Sicherheit wurden neue Fans für diesen großartigen Sport gewonnen.

2008/09: 50 Jahre Gunners - Das Jahr der Hoffnungen

50 Jahre nahmen die Oberwart Gunners nun schon durchgehend an Meisterschaftsbewerben in Österreich teil. Die Saison 2008/2009 war damit eine Jubiläumssaison.

Es war zuletzt nur ein Punkt, der die Gunners vom ersten Meistertitel getrennt hatte. Nach dieser dennoch erfolgreichen Saison lag es nahe dass alles versucht wurde, neuerlich einen Anlauf zu unternehmen. Es gelang nicht nur Erfolgscoach Ante Perica (2x Vizemeister in 2 Saisonen) und MVP Jasmon Youngblood weiter zu verpflichten, sondern fast das gesamte weitere Team zusammenzuhalten. Lediglich Adam Boone verließ die Gunners Richtung Fürstenfeld und für Crawford gab es keinen weiteren Bedarf.

Trotz des riesigen Interesses an den Gunners, die viele Fachleute zum engsten Kreis der Meisterschaftsanwärter zählten, war es nach dem Vertragsende von Macabido nicht gelungen einen neuen starken Hauptsponsor zu finden.

Für die Guard-Position wurde der US-Boy Marcus Stout engagiert.

Unmittelbar vor Saisonbeginn wurden die Gunners von einer Verletzungsserie heimgesucht. Johnson, Stegnjaic und Gaspar fielen aus. Da auf den "großen Positionen" akuter Handlungsbedarf herrschte, wurde mit dem Amerikaner Byron Joynes ein Center verpflichtet.

Die erste Begegnung führt die Gunners zum Supercupsieger nach Gmunden. In einem intensiven Spiel präsentieren sich die Gunners sehr stark und bringen die Oberösterreicher an den Rand einer Niederlage. Ein 93:82-Sieg gegen Fürstenfeld heilt ob der knappen Meisterschaftsniederlage kurzfristig viele Wunden im Lager der Gunners.

Mit weiteren vier Siegen in Serie liegen die Gunners im Tabellen-Spitzenfeld.

Im Cup-Bewerb läuft es bis dahin nicht so gut, denn eine Auswärtsniederlage gegen Klosterneuburg bedeutet das Ende der Erwartungen vom Cup-Final Four.

Erst Anfang Jänner müssen die Gunners die erste Heimniederlage gegen Gmunden einstecken.

Einen Sensationssieg können die Gunners beim Rückspiel in Fürstenfeld landen, wo sie den regierenden Meister und späteren Cupsieger dieser Saison ein zweites Mal in Folge besiegen. Dazu kommt, dass die Gunners nun alleine an der Tabellenspitze liegen.

Dieser Sieg der Gunners löst durch harsche Kritik der Fürstenfelder Vereinsführung eine in der österreichischen Basketballlandschaft noch nie dagewesene Schiedsrichterdiskussion aus, die in weiterer Folge nicht nur zum Rückzug einiger renommierter Referees führt, sondern zu einer gänzlichen Neubewertung der Schiedsrichter-Organisation insgesamt. Ein angekündigter Streik der Unparteiischen bringt das Final Four-Turnier unrühmlich in die Medien. Eine Situation, die den weiteren Meisterschaftsverlauf durch immer neue Ereignisse und Kommentare negativ überschattet. Letztlich finden die Liga und Schiedsrichter jedoch wieder zu einer akzeptablen Zusammenarbeit.

Den Grunddurchgang beenden die Gunners durch drei Niederlagen in Serie gegen Kapfenberg, Güssing und Wels hinter Fürstenfeld (32 P) punktegleich mit Gmunden (30 P) auf Rang drei.

Anfang Feber 2009 erreicht die Gunners die Nachricht vom Ableben ihres früheren Spielers in "Pionierzeiten" Mike Maloy.

Sportlich steht die Hauptrunde für die Gunners unter einem schlechten Stern. Die Gunners kommen aus der Niederlagenserie am Ende des Grunddurchganges nicht heraus und verlieren weitere sechs Spiele in Folge. Erst gegen Traiskirchen gelingt ein Befreiungsschlag. Denn es gelingt nur noch ein Sieg in der Hauptrunde. Von den insgesamt 10 Spielen konnten - als Tabellenführer im Grunddurchgang - nur zwei gewonnen werden. Die Enttäuschung ist noch immer groß, wie wohl man jetzt auf auf gute Play off-Leistungen hofft, wo die Gunners auf Wels treffen. Die Auftaktniederlage können die Gunners mit einem Auswärtssieg wett machen und gehen auch 2:1 in Führung, Dennoch gelingt es nicht vor eigenem Publikum den notwendigen dritten Sieg zu landen. Nach zwei Verlängerungen siegt Wels 118:112. Im Entscheidungsspiel in Wels müssen sich die Gunners neuerlich knapp (90:87) geschlagen geben. Die Saison ist gelaufen und viele Erwartungen in sportlicher Hinsicht blieben unerfüllt.

Abseits des Parketts konnten die Gunners sowohl als "Burgenländische Mannschaft des Jahres 2008" voll punkten. Das Krampuskränzchen - die gesellschaftliche Traditionsveranstaltung der Gunners - war wieder das Highlight der Ballsaison in Oberwart und der Faschingsstand der Gunners brach alle Rekorde.

Durch das unerwartet rasche Saisonende hatte man schliesslich ausreichend Zeit auch die 50-Jahr-Feier im Programm unterzubringen. Ein großer Festakt mit Persönlichkeiten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens am 21. Mai 2009 beendete glanzvoll die Saison.

Gunners-Vizepräsident Alfred Wertner hat am 23.11.2008 die Oberwarterin Ilse Benkö als Präsident des Burgenländischen Basketballverbandes abgelöst.

Die Saison 2009-10 wird mit einem neuformierten Team gestartet, das von einem neuen alten Coach, Pit Stahl, geleitet wird. Die neuen US-Legionäre Jonathan Levy und Anthony Paez kommen mit großen Erwartungen nach Oberwart, denn beide Spieler sind schon länger in Europa tätig und konnten in der Vergangenheit in verschiedenen Ligen (Deutschland, Dänemark, England) ihre Stärke zeigen.

Leider verläuft die Saison ähnlich durchwachsen wie das Spieljahr zuvor. Überraschende Erfolge gegen die Titelfavoriten Gmunden und Fürstenfeld werden von längeren schwächeren Leistungsperioden in den Schatten gestellt. Wenigstens kann man sich für das Chevrolet-Cup-Final-Four 2010 qualifizieren, das zum 4. Mal in Oberwart ausgetragen wird und wieder beweist, dass man in Oberwart die Organisation von Events bestens versteht. Eine äußerst unglückliche Niederlage nach Verlängerung im Semifinale gegen Kapfenberg stoppen aber die Hoffnungen auf einen 4. Cup-Sieg der Gunners. Die Niederlage im Cup-Semifinale und das darauffolgende Formtief der Mannschaft führt schließlich zur Ablöse von Headcoach Stahl. Neuer Cheftrainer wird Nationalteamcoach Neno Asceric. Die Top-6 werden dennoch knapp verpasst und erstmals seit der Saison 2002-03 müssen die Gunners in die Hauptrunde 2. Dort kommt es auch zu einem Spielerwechsel: der Vertrag von Samo Grum wird gelöst und an seiner Stelle wird der US-Pointguard Kelvin Parker verpflichtet. Im April folgt dann sein Landsmann Charles Gosa. Mit dem neuformierten Team liefern die Gunners in der Viertelfinalserie der Play-offs dem Erzrivalen Fürstenfeld einen heißen Kampf der schließlich 1-3 verloren geht.

Alfred Wertner2010/2011 - Der erste Meistertitel in Memoriam Alfred Wertner
Die Rückkehr von Bernd Volcic nach vielen Jahren als Basketballprofi im Ausland ist die österreichweite Sensationsmeldung zum Saisonstart. Volcic, auch vielfacher Kapitän des Österreichischen Basketball-Nationalteams, kommt mit dem Plan nach Oberwart seine erfolgreiche Karriere bei seinem Stammverein zu beenden, vor allem aber wünscht er sich von Beginn weg nichts sehnlicher, als mit den Oberwart Gunners erstmals den Meistertitel zu holen.

Doch die Basketballsaison startet für die Gunners mit einem erschütternden Trauerfall. Der Vater der modernen Oberwart Gunners und Sportvisionär Alfred Wertner erliegt am 23. Oktober 2010 um 18 Uhr seiner langen Erkrankung. Dass gerade in diesem Moment die Oberwart Gunners den regierenden Meister, die Gmunden Swans, in deren eigenen Halle in die Knie zwingen, wird zur Nebensache. Der Schock sitzt tief. Die Beisetzung Alfred Wertners findet am 29. Oktober statt.

Dieses erschütternde Ereignis lässt die Oberwart Gunners noch enger zusammen rücken. Das Team unter Coach Neno Asceric, das Management,  alle Mitarbeiter der Gunners aber auch die Sponsoren und Gönner der Gunners verfolgen nur ein gemeinsames Ziel: Den österreichischen Meistertitel endlich nach Oberwart zu holen.

Im Vereinsvorstand der Oberwart Gunners wurde im November 2010 ein Generationswechsel vollzogen. Präsident und Gunners-Gründer Ing. Hans Hadek sowie seine Wegbegleiter und Vereinsvorstände Karl Volcic, Alfred Wertner, Ing. Josef Tschögl, Reinhold „Fritz“ Rehling und Ing. Alex Imre zogen sich in die zweite Reihe zurück. Der neue Vorstand besteht nunmehr aus Thomas Linzer als Präsident, Mag. Andreas Leitner als gf. Vizepräsident, die Vizepräsidenten Erwin Pichler und Richard Senninger sowie den Vorständen Mag. Manfred Schweiger, Mag. Wolfgang Steflitsch sowie DiplIng. Gerhard Wenzl.

Obwohl die Gunners im Semifinale des Chevrolet-Cup beim Final Four in Graz in einem Overtime-Krimi gegen die Fürstenfeld Panthers verlieren, lassen sie sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen. Es geht jetzt in die Hauptrunde.
Gegen die Gmunden Swans als ersten Titelkandidaten geben sich die Gunners keine Blöße. Zwei Siege bereits im Grunddurchgang und zwei weitere in der Hauptrunde sind ein deutliches Signal. Die Gunners liegen am Ende der Hauptrunde auf Platz 2.
Es folgen die Playoffs. Das Achtelfinale gegen WBC Wels und auch das Halbfinale gegen die Traiskirchen Lions gehen über die volle Distanz von 5 Begegnungen. Am Ende kommen immer die Gunners weiter.

Oberwart GunnersIm Finale wartete schließlich der Titelverteidiger Gmunden Swans auf die Oberwart Gunners. Auch diese Serie sollte über fünf Begegnungen gehen. Die Gunners erzwingen nach einer 2:1 Führung der Oberösterreicher mit einem Heimsieg ein fünftes Finalspiel. Dieses Finalspiel stellte an Dramatik alles bisher in der Liga gesehene in den Schatten. Denn einerseits konnten die Gunners einen Rückstand von 25 Punkten nicht nur in einen 77:75-Sieg verwandeln, sondern mussten sie die letzten Spielminuten ohne ihren „Regisseur“ Neno Asceric (Ausschluß) auskommen.

Nach der Schlusssirene waren die Emotionen bei den Gunners nicht mehr zu bremsen:

DIE OBERWART GUNNERS SIND ERSTMALS ÖSTERREICHISCHER BASKETBALLMEISTER!

Oberwart GunnersAuch die vielen mitgereisten Fans wie auch Landeshauptmann Hans Niessl, Bezirkshauptmann Hermann Sagmeister, Hauptsponsor Josef Unger, Oberwarts Bürgermeister Gerhard Pongracz und Vize Alfred Tallian feierten den ersten Meistertitel. Und mit Bernd Volcic als MVP der Saison und Neno Asceric als Coach des Jahres endet die unter so traurigen Umständen begonnene Saison in einem unsagbaren Freudentaumel. Die Gunners widmen diesen ersten Meistertitel offiziell Alfred Wertner.

Eine große Meisterfeier im Stadtpark von Oberwart bringt nicht nur alles was im öffentlichen Leben Rang und Namen hat zu den Gunners, sondern begeistert auch annähernd 2000 Besucher. Die Stadt Oberwart und das Burgenland erleben eine Meisterfeier der Superlative, die Gunners sind in aller Munde!