10. Februar 2020

#MED: Kurt Leitner - der Mann für die Athletik

#Wir sind Oberwart - Folge 19

Montag Abend, #wirsindoberwart! Heute mit dabei, Kurt Leitner, seines Zeichens Bruder unseres Head-Coaches und sehr wichtiger Gunners-Mitarbeiter in vielen Bereichen.

Horst, heute haben wir eine schwierige Aufgabe, du darfst deinen Bruder aus Sicht der UNGER STEEL Gunners beschreiben:

"Ich werds versuchen! Aus meiner Sicht ist Kurt der variabelste und hochqualifizierteste Mitarbeiter im Nachwuchsbereich. Warum? Er ist A-Lizenz Trainer, hat die A-Lizenz als Athletiktrainer abgeschlossen und absolviert gerade das Studium zum Physiotherapeuten. Er ist das Multifunktionsmesser im Betreuerstab, um bei dem Ausdruck zu bleiben. Kurt ist für mich ganz klar der Schlüssel, warum unsere Nachwuchsspieler der letzten 6-7 Jahre derart beweglich und athletisch in die U19 oder Bundesliga aufrücken. Dieser Entwicklungsprozess liegt allein in Kurti´s Verantwortung. Maghdy, Jona, Blaze, Edi,... sind alles junge Spieler, die mit Kurt seit Jahren an deren Athletik und Beweglichkeit arbeiten und somit besser ausgebildet in ihre neuen Aufgaben starten. Man darf auch nicht vergessen, dass das für die jungen Spieler auch Verletzungsprävention bedeutet! Kurt hat, wenn ich mich nicht irre, alle Nachwuchsteams hauptverantwortlich betreut, mit Ausnahme der mU19, wo er bisher erst Co-Trainer war. Mit der mU16 hat er als Coach sogar einen Staatsmeistertitel geholt - er weiß also vor allem auch mental junge Menschen weiter zu entwickeln."

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Erzähl uns ein wenig über dich privat. Wann und wo bist du geboren, wo lebst du gerade, wann hattest du das erste mal Kontakt mit Basketball?

Foto"Ich wurde im Jahr 1982 im KH Oberwart geboren. Seit dieser Zeit lebte ich in Oberschützen, mit kurzer Unterbrechung auch in Graz und seit Oktober 2019 lebe ich, mit meiner Freundin Julia zusammen, in Oberwart. Wann ich meinen ersten Kontakt mit Basketball hatte, kann ich ehrlich gesagt nicht mehr genau sagen. Ich glaube es war über meine Mutter, die meinen Bruder und mich zu einem Spiel der Gunners mitgenommen hat. Dort schauten wird immer die Spiele unseres Cousins Andreas. Aber an mein erstes großes Event mit den Gunners kann ich mich noch erinnern! Den ersten Cup Sieg der Gunners als B-Ligist in der eigenen Halle. Dieses Gefühl werde ich nicht vergessen!"

Erzähl uns ein bisschen über deine aktive Basketball Karriere. Du kamst dann auch irgendwann (wann?) zum Nachwuchs Trainerjob. Wie kann sich das unsere Community vorstellen? Was musstest du alles machen bis du offiziell Trainer sein durftest? Was fasziniert dich an der Arbeit mit den Kids und Jugendlichen im Speziellen?

"Ich habe im Gunners Nachwuchs mit glaub ich 13 Jahren angefangen zu spielen. Mein erster Trainer war Paris Bryant, dann folgte Charles Payton. Danach durchlief ich den Gunners Nachwuchs bis ich mit 16 Jahren wieder aufgehört habe. Es war aber nur ein Abschied auf Zeit - 2012 begann ich wieder im Gunners Nachwuchs, dieses Mal aber als Trainer für die Ballspielgruppe. Neben der Ballspielgruppe durfte ich mit meinem Bruder Horst die U16 begleiten. Nach einem Jahr übernahm ich die wU19 Mädchen. Ein überaus motiviertes Team, welches mir sehr viel Freude bereitet hat und komischerweise keine grauen Haare, die sind erst jetzt gekommen. Nach den Mädels habe ich die mU14 übernommen, mit der ich sehr viel Zeit verbracht habe. Den ÖMS Titel durfte ich mit der mU16 holen, und uns zum Staatsmeister krönen. Momentan trainiere ich wieder die mU14. Eine unglaublich talentierte Mannschaft!"

FotoDu hast dich im Laufe der Zeit entschieden das Physiotherapie-Studium zu machen, erzähl uns ein bisschen darüber. Wie kam es dazu? Wie kann man sich das vorstellen? Was musst du dafür alles machen und was hat sich für Kurt Leitner im Basketball in Oberwart durch diesen Schritt verändert?

"Im September 2018 begann ich mit der Ausbildung zum Physiotherapeuten auf der FH Burgenland am Standort Pinkafeld. Es war Johannes Schober, der mich auf diese Idee gebracht und mich ermutigt hat, diese Richtung einzuschlagen und ich bereue es nicht, diesen Schritt getan zu haben. In diesem Jahr habe ich mich auch dazu entschlossen, die Bundesliga Mannschaft als Betreuer zu unterstützen, was es sehr schwierig macht, noch etwas freie Zeit zu finden neben dem Studium, dem Gunners-Nachwuchs und der Bundesliga."

FotoWenn ich dir die Frage stelle, was aus deiner Sicht in der bevorstehenden Phase der Meisterschaft entscheidender sein wird, die physische oder die mentale Komponente, in welchem Verhältnis würdest du das in Prozent beantworten und warum?

"In diesem Abschnitt, in dem wir uns mit der Bundesliga gerade befinden, wird die mentale Komponente immer wichtiger. Jede Mannschaft in der Superliga arbeitet an der physischen Komponente sehr hart, aber am Ende entscheiden kleine Details. Wer kann die Müdigkeit besser ausblenden, wer schafft es das Trainierte besser abzurufen. Ich würde bei einem Verhältnis der mentalen Komponente mindesten 75% anrechnen. Der Siegeswille muss einfach stärker ausgeprägt sein. Der Wille, über die Schmerzen hinweg zu sehen muss einfach da sein!"